Ein Kurzurlaub in Westport

Das letzte Oktoberwochenende haben wir in Westport an der Westküste Irlands verbracht. Westport ist eine Stadt mit 5.543 Einwohnern und die angeblich schönste Stadt Irlands. Dies kann ich nach unserem Besuch nur unterstreichen! Das kleine Städtchen ist wirklich bildhübsch, nah am Wasser gelegen, umgeben von Bergen und wunderschöner Natur. Der Carrowbeg River fließt duch Westport und wird von mehreren Steinbrücken überquert, welche mit Blumenkörben geschmückt sind. Die Stadt ist sauber, die Leute freundlich und die Häuser gepflegt. Es gibt viele kleine Läden und eine große Auswahl an Restaurants.

Wir hatten die clevere Idee uns ein Auto zu mieten und am Freitagabend nach Westport zu fahren. Da das letzte Oktoberwochenende ein Bank Holiday, also verlängertes Wochenende war, hatten leider auch 553,165 andere Menschen diese Idee und wir brauchten ewig um aus Dublin heraus zu kommen. In Kilcock luden wir die Koffer ins Auto, vergaßen mehrere Dinge, mussten einmal sogar umkehren und kamen erst gehen 19.30 in Gang. Die Arbeit habe ich um 16.00 verlassen und das Auto haben wir um 17.00 abgeholt…wir waren also schon eine Weile unterwegs und nun lagen noch weitere 3 Stunden Fahrt vor uns. Trotz Startschwierigkeiten und Dunkelheit kamen wir aber heile gegen 22.30 Uhr in Westport an, luden unsere Sachen im B&B ab und begannen unseren Kurzurlaub, wie konnte es auch anders sein, mit einem Pint im nächstgelegenen Pub. Um Mitternacht ging es dann ins Bett, schließlich brauchten wir genügend Energie um am nächsten Tag Croagh Patrick zu besteigen.

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Croagh Patrick ist ein heiliger Berg und zu Ehren des heiligen Patrick zur Wallfahrtsstätte erklärt wurden. Dieser bestieg den Berg im Jahre 441, fastete für 40 Tage und erbaute schließlich eine Kapelle auf dem Gipfel. Damit aber nicht genug:  er warf ebenfalls eine Glocke an der Seite des Berges hinab und vertrieb alle Schlangen aus Irland.

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Heutzutage stapfen einmal im Jahr (am Reek Sunday, dem letzten Sonntag im Juli) bis zu 25.000 Pilger, viele davon barfuß, die 164 Meter bis zum Gipfel hinauf – eine Meisterleistung wenn man bedenkt, dass man 90% des Weges über Schotter und Geröll laufen muss. Mark und ich entschieden die Wanderschuhe anzulassen. Auf Empfehlung von Marks Eltern, die den Gipfel letztes Jahr erklommen haben, kauften wir uns sogar noch zwei Wanderstöcke.

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Dem Aufstieg stand also nichts mehr im Wege. Nach 2 Stunden und mehreren Pausen erreichten wir den Gipfel. Besonders der letzte Teil des Aufstiegs ist extrem anstegend, da der Weg nicht nur steil sondern ebenfalls voller Gesteinsbrocken ist. Die Mühen lohnen sich jedoch, denn die Aussicht ist spektakulär! Es war zwar etwas bewölkt, aber hin und wieder gab es eine Lücke in den Wolken, welche die Sicht auf Clew Bay und die umliegende Landschaft freigab. Wir machten eine Pause, genossen die Aussicht, machten einen tierischen Freund und stärkten uns mit Obst und heißem Tee.

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Nach einer halben Stunde ging es wieder an den Abstieg und ich war super froh meinen Stock gekauft zu haben. Zwei Mal hat er mich von einem Ausrutscher bewahrt. Der Abstieg ging etwas schneller als der Aufstieg, aber man musste wirklich genau aufpassen wo man hintritt. Unten angekommen luden wir die Sachen ins Auto und fuhren zu Cronin’s Sheebeen, einem Restaurant am Stadtrand Westports, welches uns von Marks Arbeitskollegen empfohlen wurde. Es gab Muscheln für Mark und Fish & Chips für mich –  wirklich super lecker.

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Am Nachmittag wurde geschlafen und im Anschluss liefen wir nach Westport um uns die Stadt anzuschauen und Abendessen zu kaufen. Um 19.30 Uhr stiegen wir wieder ins Auto und fuhren Richtung Newport, welches 30 Fahrtminuten nördlich liegt. Unser Ziel war die Burrishoole Abbey (oben im Bild). In Newport fand an dem Wochenende das “Mayo Dark Sky Festival” statt und an zwei Abenden gab es eine geführte Sternenbeobachtung. Es wurde ein großes Teleskop aufgebaut und die Laserpointer waren bereit. Leider spielte das Wetter nicht mit und es was zu bewölkt um großartig etwas zu sehen. Gelernt haben wir trotzdem einiges und es war ein einmaliges Erlebnis.

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Am Sonntagmorgen fuhren wir zum Westport Hause, ein altes Adelshaus welches bis zum Jahre 2014 von der Marquis von Sligo bewohnt wurde. Auf dem Gelände gibt es neben dem Haus und seinen Gärten einen Piraten Abenteuer Park mit verschiedenen Attraktionen wie z.B. einer kleinen Eisenbahn, Tretboten, Bogenschießen und Co. In den Herbst und Wintermonaten ist dort allerdings nichts los und nach einem kurzen Spaziergang saßen wir wieder im Auto und mussten entscheiden was wir mit dem restlichen Tag anstellen. Kurzerhand entschieden wir uns nach Achill Island zu fahren.

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Achill Island ist mit 146 km² die größte Insel Irlands und hat eine Einwohnerzahl von 2569 Menschen. Ungefähr 87% der Insel sind von Torfmooren bedecket, was ihr einen ganz besonderen Charme verleiht. Es ist wirklich unglaublich schön dort!! Wir machten Halt in Duggort im Nordosten der Insel, packten unseren Picknickkorb aus und aßen unser Mittagessen mit Blick aufs Meer. Im Anschluss fuhren wir über die Insel, bestaunten die kahle, aber nichtsdestotrotz wunderschöne Landschaft und hielten am Keel Beach, von wo aus man einen tollen Blick auf die Küste mit ihren rauen Klippen hat und, falls Interesse besteht, Steine sammlen kann. Solltet ihr an der Westküste sein, dann kann ich einen kleinen Abstecher nach Achill Island nur empfehlen.

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Den Abend verbrachten wir in Westport, tranken einen Wein vor dem offenen Feuer, aßen italienische Pizza und Pasta und lauschten irischer Livemusik in Matt Molloy’s. Im Anschluss flielen wir glücklich und zufrieden ins Bett.

Am nächsten Morgen verließen wir Westport um 10 Uhr, da wir unseren Mietwagen am Flughafen abgeben und uns auf die bevorstehenden Arbeitstage vorbereiten mussten.


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